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Brillant
Der Brillant ist ein speziell geschliffener Diamant (Brillantschliff) mit 58 Facetten.

Diamant
Die Diamanten entstanden vor etwa 600Millionen Jahren im flüssigen Magma unter der Erdkruste, also unter hohen Druck und bei grosser Hitze (700º- 1'500º C). Sie bestehen aus reinem, kristallisiertem Kohlenstoff, der härtesten uns bekannten Substanz (Härte 10 auf der Skala von 1-10). Obwohl er in verschiedenen Farben existiert, ist die am meisten wird aber der farblose Stein (wird als weiss bezeichnet).

Die Qualität und damit der Preis des Diamanten wird durch 4 Faktoren bestimmt:

- Grösse/Gewicht (wird in Carat (=0,2gr) angegeben)
- Farbe (von hochfeinem weiss bis gelb)
- Reinheit (beeinträchtigt durch Strukturstörungen,Risse oder Mineraleinschlüsse)
- Schliff (Art und Qualität)
Farbe, Reinheit und Schliff beeinflussen die Lichtbrechung und damit die Brillanz des Steines. Die am häufigsten verwendeten Schliffarten des Diamanten im Schmuckbereich sind: Brillantschliff, Princess-Schliff, Carre-Schliff, Baguette-Schliff, Oval, Navette, Herzschliff.

Gold
Die Goldadern bildeten sich nach Schätzung der Experten vor 2500 Millionen Jahren. Da das Feingold (24K) sehr weich ist, eignet es sich in dieser Form nicht für die Herstellung von Schmuck. Es wird daher mit anderen Metallen zusammengeschmolzen (=legiert). Dies erlaubt einerseits eine Härtesteigerung und anderseits kann die Farbe beeinflusst werden. Im Schmuckbereich werden hauptsächlich 3 Goldlegierungen verwendet:

Gelbgold 750/18K Weissgold 750/18K Rotgold750/18K
Feingold 24K 75% 75% 75%
Silber 12,5% 5%
Kupfer 12,5% 20%
Nickel oder Palladium 25%

Karat
Die Bezeichnung Karat hat 2 ganz unterschiedliche Bedeutungen: Im Edelmetallbereich dient der Begriff als Angabe des Feingehaltes und wird mit "K" abgekürzt. In der Schweiz ist die Verwendung des Begriffes optional, der Feingehalt muss immer in Promillen angegeben werden:

Karat (K) Promille - Kurzbezeichnung %-Anteil des Edelmetalls
24 K 1000/000 100%
18 K 750/000 75%
14 K 585/000 58,5%
9 K 375/000 37,5%

Für Edelsteine bezeichnet der Begriff Karat das reine Gewicht des Steines und wird mit "ct." abgekürzt. 1ct. entspricht 0,2g.

Perlen
Die Perle ist die wichtigste aller organischen Edelsubstanzen in der Schmuckherstellung. Man unterscheidet 3 Arten von Perlen:

a) Echte Perlen
Das zufällige Eindringen eines Fremdkörpers zwischen Schale und Mantel der Muschel löst einen Reiz aus und um das zarte Fleisch zu schützen, überzieht die Auster den Fremdkörper mit Perlmutter. Geschieht dies in den Weichteilen der Muschel, entsteht eine runde Perle, ist der Fremdkörper hingegen im Muskelfleisch abgelagert, bekommt die Perle eine unregelmässige Form.Da dieser Prozess nur in wenigen Muscheln stattfindet und die Austern nur selten schöne und grosse Exemplare produzieren, ist der Preis dementsprechend hoch. Vorkommen: Persischer Golf, Sri Lanka, Venezuela, Tahiti, Golf von Mexiko und Kalifornien.

b) Zuchtperlen
Sie entstehen durch künstliches Einsetzen eines Kernes in eine ca. 3 Jahre alte Muschel. Das Perlwachstum erfolgt geschieht natürlich, ohne menschliches Zutun. Je nach gewünschter Dicke dauert das Wachstum 2-5 Jahre. Damit dauert der ganze Zuchtprozess ca. 5-8 Jahre. Es existieren verschiedene Untergruppen:

BIWA-Zuchtperlen: Entstehen im Biwa-See in Japan (Süsswasser)
Südsee-Zuchtperlen: Eher grosse Perlen (-18mm), meist grau-, silbern- oder crèmefarben. Stammen aus Burma, den Polynesischen Inseln oder Australien.
c) Imitationsperlen
Imitationsperlen bestehen aus Glaskugeln, welche mit Fischschuppenessenzen überzogen werden. Der Wert einer Perle wird durch folgende Faktoren bestimmt:

a) Grösse
Wird in Millimeter gemessen.

b) Form
Die teuersten Perlen sind von runder oder sphärischer Form und von vollendeter Regelmässigkeit. Perlen mit unregelmässigen Formen werden Barockperlen genannt.

c) Glanz (Lüster) und Farbe
Grundsätzlich gibt es 6 Farben (weis, rosa, crème, rosa crème, grau, schwarz) Die vollkommende Zusammenstellung nach Grösse, Form, Farbe und Glanz erhöhen den Wert einer Kette.

Platin (PT)
Platin ist ein sehr seltenes (und dementsprechend teures) Metall und wurde früher häufig mit Silber verwechselt. Der Name Platin (vom spanischen "Platina"=Silber) beruht auf dieser Verwechslung. Platin ist das seltenste und reinste aller im Schmuckbereich verwendeten Metalle.

Saphir
Blauer Edelstein der Korundgruppe, Härte 9. Die blaue Farbe entsteht durch Einlagerung von Titan- und Eisenoxyd

Silber
Silber findet man selten in reiner Form, sondern meist als Beiprodukt in Verbindung (Erzen) mit Blei, Zink, Kupfer, Zinn etc. Da das Silber in reiner Form zu weich ist, kann es nicht für gewerbliche Zwecke verwendet werden. Erst durch die Verschmelzung (=Legierung) mit Kupfer erhält es die gewünschte Härte. In der Schweiz zulässige Legierungen sind 0,800 (d.h. 80% silber, 20% Kupfer) oder 0,925 (92,5%/7,5%).

Smaragd
Grüner Edelstein der Beryll-Gruppe, Härte 8. Die grüne Farbe entsteht durch die Einlagerung von Chrom

Solitaire
Diese Bezeichnung wird für Schmuckstücke mit einem einzelnen Brillanten verwendet.

Rubin
Roter Edelstein der Korundgruppe, Härte 9. Die rote Farbe entsteht durch die Einlagerung von Chromoxyd

Zirkon
Edelstein der Beryll-Gruppe, Härte 7. Existiert in den Farben farblos, rot, braun, gelb, orange, grün

Zirkonia
Synthetisch hergestellter Diamant.